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Als Luna bei uns einzog, kam Leben in die Bude – und nicht nur dort. Es steppte der Bär oder eigentlich der Hovawart. Sie war süß. Sie war niedlich. Sie war eigensinnig. Drei Monate nach ihrem Einzug wurde uns bewusst, dass idyllische Abende auf dem Sofa gemeinsam mit dem sechs Monate alten Mädel irgendwie nur auf unserer Wunschliste stand. Auf ihrer stand Party. Hätten wir gewusst, dass wir in den nächsten anderthalb Jahren „Stalingrad“, „Krieg und Frieden“ und „1984“ spielen würden, hätten wir vielleicht weniger gekuschelt und mehr erzogen. So aber zogen wir in den Krieg. Achtung Spoileralarm: Wir wurden Zweiter.

Also eigentlich zog nur ich in den Krieg, denn ich war schwach. Lunas Blick raubte mir den Willen. Sie sah einen nicht einfach nur mit dem klassischen Hundeblick an. Nein, sie sah dir in die Seele und was sie sah, war so dunkel wie die Hölle.

Anderthalb Jahre später wurden wir Freunde. Wie es dazu kam? Wir führten ein Gespräch – von Frau zu Frau. Ich hörte ihr zu. Sie hörte mir zu. Sie versprach, ihre pubertäre Phase wäre vorbei. Ich glaubte ihr. Damit war der Deal beschlossene Sache. Heute glaube ich, dass sie es einfach nur geschafft hatte, mich zu erziehen. 😊Vielleicht hatte sie auch einfach nur den magischen Blick. Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Die Jahre mit ihr waren die besten meines Lebens. Ihr saß nicht nur der Schelm im Nacken, sie frühstückte auch regelmäßig einen Clown.

Wie schon Charlie Chaplin sagte: Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

Wir verloren keinen einzigen.